Ausgangssituation: Wie häufig bei diesen Pflichtveranstaltungen sind die
Teilnehmer/innen tapfer bei der Stange geblieben. Nachdem Anfangs durchschnittlich 20
Personen dabei waren, pendelte sich die Teilnehmerzahl nach einigen Wochen auf 12-17 Personen
ein. Das sind gerade so viele, wie man ohne Mühe in Raum 8 unterbringen kann. Die
Veranstaltung lag zeitlich eher ungünstig, da um 13 Uhr entweder das Mittagessen verdaut
werden wollte oder ein tiefes Loch entstand, in das sich einige der Anwesenden nur zu gerne
fallen liessen...
Zusammenfassende Bewertung: Alles in allem kann ich mit der Bewertung durchaus
zufrieden sein. Die Veranstaltung selbst hat eine fast glatte zwei bekommen, ich selbst habe
bei der Bewertung sogar noch etwas besser abgeschnitten. Dennoch fallen einige Ausreisser ins
Auge: Auf der einen Seite haben die Teilnehmer wohl Schwierigkeiten mit der Stofffülle
und der fehlenden Anbindung an die Vorlesung. Das ist mit Sicherheit ein großes
Problem, das aber leider nicht zu vermeiden ist, nachdem die Fakultät nicht dazu in der
Lage ist, schon im ersten Semester eine Fallbesprechung im Öffentlichen Recht anzubieten
und damit im zweiten Semester nicht nur die Grundrechte behandelt werden können, sondern
auch das Staatsorganisationsrecht und das Verfassungsprozessrecht Thema der Veranstaltung
sein muss.
Die große Belastung hätte sich aber möglicherweise reduzieren lassen, wenn
die Teilnehmer/innen meinem Rat gefolgt wären und sich regelmässig und
gründlich auf die Veranstaltung vorbereitet und den behandelten Stoff nachbearbeitet
hätten... Auch wenn es zugegebenermassen keine einfache Erkenntnis ist, sollte im
zweiten Semester schon klar geworden sein, dass ein Universitätsstudium ohne
Eigeninitiative nicht möglich ist. Anders als in der Schule wird eben nicht nur das
geprüft, was im "Unterricht" behandelt worden ist.
Eine persönliche Stellungnahme: Ich hatte zugegebenermassen einige
Schwierigkeiten damit, dass ich während des Semesters praktisch keine Rückmeldung
erhalten habe. Meine Aufforderungen, Fragen zu stellen, verhallten ungehört. Auch das
Angebot, Probeklausuren zu schreiben oder Lösungen der behandelten Fälle zur
Korrektur einzureichen, wurde so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen. Das ist sehr
mühsam... Auch Sie haben dies als unbefriedigend empfunden, sonst wären nicht so
viele konstruktive Vorschläge gekommen, wie man die Studierenden vielleicht doch noch
zur aktiven Mitarbeit motivieren kann. Einige dieser Vorschläge werde ich im kommenden
Semester sicher beherzigen. Auch wenn ich dabei deshalb ein mulmiges Gefühl habe, weil
frühere Versuche mit Gruppenarbeit und "Hausaufgaben" wenig erfolgreich waren.
Aber man darf sich nicht entmutigen lassen. Ich Danke Ihnen nochmals für Ihre
Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen alles Gute!
Zu den Ergebnissen der Auswertung (PDF)
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