Diese Veranstaltung wurde an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen durchgeführt

Fallbesprechung Staatsorganisation und Grundrechte - Wintersemester 2001/02


Ergebnisse der Evaluierung

Ausgangssituation: Wie häufig bei diesen Pflichtveranstaltungen sind die Teilnehmer/innen tapfer bei der Stange geblieben. Nachdem Anfangs durchschnittlich 20 Personen dabei waren, pendelte sich die Teilnehmerzahl nach einigen Wochen auf 12-17 Personen ein. Das sind gerade so viele, wie man ohne Mühe in Raum 8 unterbringen kann. Die Veranstaltung lag zeitlich eher ungünstig, da um 13 Uhr entweder das Mittagessen verdaut werden wollte oder ein tiefes Loch entstand, in das sich einige der Anwesenden nur zu gerne fallen liessen...

Zusammenfassende Bewertung: Alles in allem kann ich mit der Bewertung durchaus zufrieden sein. Die Veranstaltung selbst hat eine fast glatte zwei bekommen, ich selbst habe bei der Bewertung sogar noch etwas besser abgeschnitten. Dennoch fallen einige Ausreisser ins Auge: Auf der einen Seite haben die Teilnehmer wohl Schwierigkeiten mit der Stofffülle und der fehlenden Anbindung an die Vorlesung. Das ist mit Sicherheit ein großes Problem, das aber leider nicht zu vermeiden ist, nachdem die Fakultät nicht dazu in der Lage ist, schon im ersten Semester eine Fallbesprechung im Öffentlichen Recht anzubieten und damit im zweiten Semester nicht nur die Grundrechte behandelt werden können, sondern auch das Staatsorganisationsrecht und das Verfassungsprozessrecht Thema der Veranstaltung sein muss.
Die große Belastung hätte sich aber möglicherweise reduzieren lassen, wenn die Teilnehmer/innen meinem Rat gefolgt wären und sich regelmässig und gründlich auf die Veranstaltung vorbereitet und den behandelten Stoff nachbearbeitet hätten... Auch wenn es zugegebenermassen keine einfache Erkenntnis ist, sollte im zweiten Semester schon klar geworden sein, dass ein Universitätsstudium ohne Eigeninitiative nicht möglich ist. Anders als in der Schule wird eben nicht nur das geprüft, was im "Unterricht" behandelt worden ist.

Eine persönliche Stellungnahme: Ich hatte zugegebenermassen einige Schwierigkeiten damit, dass ich während des Semesters praktisch keine Rückmeldung erhalten habe. Meine Aufforderungen, Fragen zu stellen, verhallten ungehört. Auch das Angebot, Probeklausuren zu schreiben oder Lösungen der behandelten Fälle zur Korrektur einzureichen, wurde so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen. Das ist sehr mühsam... Auch Sie haben dies als unbefriedigend empfunden, sonst wären nicht so viele konstruktive Vorschläge gekommen, wie man die Studierenden vielleicht doch noch zur aktiven Mitarbeit motivieren kann. Einige dieser Vorschläge werde ich im kommenden Semester sicher beherzigen. Auch wenn ich dabei deshalb ein mulmiges Gefühl habe, weil frühere Versuche mit Gruppenarbeit und "Hausaufgaben" wenig erfolgreich waren. Aber man darf sich nicht entmutigen lassen. Ich Danke Ihnen nochmals für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen alles Gute!

Zu den Ergebnissen der Auswertung (PDF)


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