Diese Veranstaltung wurde an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen durchgeführt

Fallbesprechung Staatsorganisation - Wintersemester 1998/99


Ergebnisse der Evaluierung

Ausgangssituation: Die Fallbesprechung war von Anfang an sehr gut besucht. Im Schnitt nahmen 35 Studierende teil. Dies lässt sich jedoch nicht unbedingt auf die Anziehungskraft des Dozenten zurückführen, sondern eher auf den Termin (Montags von 14-16 Uhr), der traditionell von den Studierenden bevorzugt wird. Bei der Fallbesprechung handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung. Der Nachweis über die Teilnahme ist Voraussetzung für die Zulassung zu einer Anfängerübung. Theoretisch müssten die Studierenden zwar nur einen Fallbesprechungsschein (im Straf-, Zivil oder Öffentlichen Recht) beibringen, praktisch ist im ersten Semester aber die Schulmentalität noch sehr ausgeprägt, so dass grundsätzlich alle Veranstaltungen besucht werden, die im Studienplan genannt sind.

Die Vorlesung wurde von den Studierenden durchweg als sehr anstrengend betrachtet. Dennoch hielt sich ihr eigenes Engagment sehr in Grenzen: Zwar besteht eine große Bereitschaft zur physischen Anwesenheit und auch dazu, sich in der Vorlesung zu konzentrieren. Nur sehr wenige Teilnehmer/innen behaupteten jedoch von sich, dass sie die behandelten Themen nachgearbeitet hätten.

Nichts anderes gilt für die Fallbesprechung: Obwohl die Fälle schon zum Semesterbeginn ausgegeben worden waren, haben die Teilnehmer/innen sich praktisch nicht vorbereitet. Auch die Neigung, sich während der Fallbesprechungsstunden aktiv einzubringen, ist sehr gering.

Zusammenfassende Bewertung: Angesichts dieser Ausgangssituation ist das Ergebnis der Evaluationsumfrage durchaus zufriedenstellend. Ziel des Dozenten war es, möglichst überall die Bewertung 2,5 oder besser zu erzielen. Dies ist ihm im wesentlichen gelungen. Einige "Ausreisser" zeigen allerdings Grundprobleme, die dringend gelöst werden müssen: Angesichts des überfüllten Raums ist es durchaus verständlich, dass das allgemeine Klima als nicht besonders anregend empfunden wurde. Nicht ganz zu Unrecht bemängeln die Studenten, dass die Struktur der Fallbesprechungsstunden nicht immer ganz klar gewesen ist. Auch scheint der Stoff häufig als zu kompliziert empfunden worden zu sein (was sich allerdings auch und vor allem auf die mangelhafte Vorbereitung der Teilnehmer zurückführen lässt). Leider ist es dem Dozenten nur bedingt gelungen, die Teilnehmer/innen für das Staatsorganisationsrecht zu begeistern.

Schlussfolgerungen: Im nächsten Semester wird der Dozent darauf achten, dass die Teilnehmerzahl wieder auf ein akzeptables Mass sinkt. Zwar entspricht es dem akademischen Lehrbetrieb, dass man den Studierenden die möglichst freie Auswahl zwischen den Lehrveranstaltungen lässt. Wenn dies aber dazu führt, dass an der Veranstaltung zahlreiche Studierende teilnehmen, die lediglich einen "Sitzschein" wollen, verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen zu Lasten aller Beteiligten.


Durchschnittliche Teilnahme ab 3. Veranstaltung 34,9
Durchschnittliche Teilnahme insgesamt 37,7
Gesamtzahl Teilnehmer 35
Gesamtzahl Bögen 25
Geschlecht w 9 m 16
Hauptfach Jura 22 and. 2
Bewertung
1 2 3 4 5 Note
Ich habe die Vorlesung regelmäßig besucht 8 10 1 6 2,2
Ich bin während der Vorlesung konzentriert. 2 7 10 6 2,8
Ich bereite den in der Vorlesung behandelten Stoff auf. 1 4 6 9 4 3,5
Ich bin während der Fallbesprechung konzentriert. 7 12 3 3 2,1
Ich beteilige mich aktiv an der Fallbesprechung. 5 1 13 6 3,8
Ich bereite mich auf die Fallbesprechung vor. 3 4 11 7 3,9
Die Lernziele der Fallbesprechung sind klar formuliert worden 4 4 10 7 2,8
Die Fallbesprechung ist über das Semester hinweg gut strukturiert. 4 8 5 7 1 2,7
Der Aufbau der einzelnen Fallbesprechungsstunden ist gut und klar strukturiert. 3 7 7 6 1 2,8
Der Umfang des behandelten Stoffes ist angemessen. 3 9 10 3 2,5
Der Schwierigkeitsgrad des Stoffes ist angemessen. 2 6 14 3 2,7
Der Schwierigkeitsgrad des Stoffes entspricht dem der Vorlesung. 2 11 7 3 2,5
In der Fallbesprechung herrscht ein angenehmes Klima, das zur aktiven Teilnahme ermutigt. 3 6 8 5 3 3,0
Die Fälle haben mich interessiert. 4 11 6 3 1 2,4
Ich begrüße Die Möglichkeit, eigene Musterlösungen zur Korrektur einzureichen. 16 2 3 2 2 1,9
Bewertung der Fallbesprechung insgesamt 2,6
Der Dozent zeigt großes Engagement für die Studierenden und nimmt deren Anliegen ernst. 10 9 2 3 1 2,0
Der Dozent zeigt sich daran interessiert, was die Studierenden sagen. 10 9 4 2 1,9
Der Dozent überprüft regelmäßig, ob die Studierenden seiner Argumentation folgen können 5 8 6 5 1 2,6
Der Dozent geht in der Veranstaltung gerne und präzise auf Fragen und Anmerkungen ein. 9 11 5 1,8
Der Dozent geht vor und nach der Veranstaltung gut auf Fragen ein. 6 13 4 1,9
Die Korrekturanmerkungen zu den Musterlösungen sind nachvollziehbar und verständlich. 2 9 5 7 2,7
Der Dozent zeigt Enthusiasmus und persönliches Engagement für das behandelte Fachgebiet. 10 9 2 2 1 2,0
Der Dozent vermag die Studierenden für das behandelte Fachgebiet zu interessieren. 2 5 10 4 3 3,0
Der Dozent ermutigt die Studierenden zum selbständigen Denken. 4 9 8 3 2,4
Der Dozent kann komplizierte Zusammenhänge und abstrakte Konzepte gut vermitteln. 3 6 9 6 2,8
Der Dozent nimmt sich genügend Zeit für die Vorbereitung der Fallbesprechungsstunden. 7 7 5 1 2,0
Bewertung des Dozenten insgesamt 2,3
Die Fallbesprechung hat mir persönlich einen Erkenntnisgewinn gebracht. 3 5 9 7 2,8
Die praktische Relevanz der behandelten Rechtsfragen ist mir klar geworden. 3 7 9 4 1 2,7
Die Stellung des behandelten Fachgebietes in der Rechtsordnung wurde mir deutlich. 3 3 14 4 1 2,9
Bewertung des eigenen Erfolgs 2,8
Dieser Fragebogen erlaubt es mir, mein Urteil gut festzuhalten. 5 9 6 4 2,4

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